Dass ein professionelles Bewerbungsfoto für eine Bewerbung sehr wichtig ist, weißt du wahrscheinlich schon. Doch was macht ein gutes Bewerbungsfoto aus und worauf solltest du achten? In diesem Blogbeitrag gebe ich dir einige Hinweise und Tipps für dein Bewerbungsfoto. Mittlerweile kommen Kunden aus über 40 Kilometer Entfernung zu mir, um sich für ihre Bewerbung fotografieren zu lassen. Selbst Kund:innen, die sich selbst als nicht fotogen bezeichneten, haben mein Fotostudio mit einem Lächeln verlassen. Die hier beschriebenen Tipps haben sich also in der Praxis bewährt.
Inhaltsverzeichnis
- Kleider machen Leute
- Make-up – Weniger ist mehr
- Die richtige Frisur für’s Bewerbungsbild
- Schmuck beim Bewerbungsfoto
- Bewerbungsfoto mit Brille – wieso nicht?
- Darf man auf Bewerbungsfotos lächeln?
- Hoch oder Querformat beim Bewerbungsbild?
- Wie sehen gute Bewerbungsfotos aus? Unterschied zu Passfotos
- Körperhaltung beim Bewerbungsfoto
- Farbe oder Schwarz-Weiß?
- Wie alt darf ein Bewerbungsfoto sein?
- Verstell dich nicht!
- Häufige Fragen zum Bewerbungsfoto
- Zusammenfassung
Kleider machen Leute
Die Wahl der richtigen Kleidung für das perfekte Bewerbungsfoto ist sehr wichtig. Manchmal berate ich meine Kund:innen länger zum optimalen Outfit, als ich sie fotografiere. Eine gute Vorbereitung auf das Fotoshooting ist daher sehr wichtig. Bring 2-3 Oberteile zum Fotoshooting mit. Achte darauf, dass Hemden und Blusen knitterfrei sind und gut sitzen. Ein zu enges Hemd wirft genau so unschöne Falten wie ein nicht (gut) gebügeltes Hemd.
Wähle deine Kleidung passend zum angestrebten Beruf und der gewünschten Position. Wer sich als Lehrer:in bewirbt, braucht nicht im Anzug mit Krawatte zu erscheinen, es sei denn, die Person will Schuldirektor:in oder ähnliches werden. Trotzdem gilt: Lieber overdressed als underdressed. Lies dazu auch meine 7 Tipps für die richtige Kleidung beim Bewerbungsfoto!
Allgemein gilt, freundliche und helle Farben (helles Blau, Beige, Grau, zartes Rosa etc.) zu wählen, da diese eine positive und frische Ausstrahlung unterstreichen. Der Klassiker mit weißem Hemd/ Bluse und schwarzem Jackett passt natürlich immer, aber denk dran, dass du dich mit deiner Bewerbung von den Mitbewerbern abheben willst!
Gerne berate ich dich im Vorfeld, damit dein Bewerbungsfoto perfekt wird. Alle Details zu meinem Angebot findest du auf der Seite Bewerbungsfotos Wuppertal.
Make-up – Weniger ist mehr
Ein wichtiger Tipp beim Bewerbungsfoto ist, dich nicht zu verändern. Benutze keine glänzenden Cremes oder Make-up. Mattierender Puder ist hier die bessere Wahl. Schminke dich so, wie du es bei der alltäglichen Arbeit auch tust. Puder und Pinsel habe ich im Fotostudio. Der Puder dient lediglich dazu, Glanzstellen auf Nase, Stirn und Wange zu vermeiden.
In manchen Fällen ist inzwischen sogar die Bildretusche am PC schneller und besser um Glanzstellen abzumildern. Ein passendes Make-up bei Frauen wird dadurch jedoch nicht ersetzt.
Die richtige Frisur für’s Bewerbungsbild
Hier gilt eigentlich das Gleiche wie beim Make-up, also keine aufwendige Hochsteckfrisur für das Fotoshooting machen, wenn du sonst immer die Haare offen trägst. Wer für das Bewerbungsfoto zum Friseur gehen möchte, sollte diesen Termin einige Tage vor dem Fotoshooting einplanen, da die Haare direkt nach dem Friseurbesuch oft anders aussehen als im Alltag.
Die Frisur beim Bewerbungsfoto sollte deine Augen nicht verdecken. Der direkte Blick ist wichtig, da es sonst aussehen könnte, als ob du etwas verstecken möchtest. Bei angestrebter Führungsposition können Frauen mit langen Haaren einen Zopf oder Dutt in Betracht ziehen.
Kurz zusammengefasst kann man sagen: Die Frisur für das Bewerbungsfoto sollte sich nicht stark von deiner alltäglichen Frisur unterscheiden. Etwas aufhübschen ist natürlich erlaubt. Fühlst du dich wohl mit deiner Frisur, wird auch das Bewerbungsfoto gut.
Schmuck beim Bewerbungsfoto
Als Frau kannst du Ohrringe und Schmuck beim Bewerbungsfoto tragen. Wichtig ist, dass der Schmuck nicht von dir ablenkt, also nicht allzu groß und auffällig ist. Beim Bewerbungsbild soll der Blick des Betrachters direkt aufs Gesicht gehen und nicht durch zu viele Accessoires abgelenkt werden. Gerne helfe ich dir vor Ort mit weiteren Tipps.
Bewerbungsfoto mit Brille – wieso nicht?
Eine oft gestellte Frage vor dem Fotoshooting: Bewerbungsfoto mit oder ohne Brille? Wer im Alltag auf eine Brille angewiesen ist und den alle Freunde und Bekannten nur so kennen, sollte sich auch mit Brille fotografieren lassen. Es gibt einige Fotografen, die Probleme haben, Brillenträger zu fotografieren, da sie nicht wissen, wie man Spiegelungen und Reflexe aus den Brillengläsern bekommt. Wenn du deshalb deine Brille für das Bewerbungsfoto abnehmen sollst, kannst du eigentlich gleich den Fotografen wechseln. Falls du mehrere Brillen hast, bring sie ruhig zur Auswahl mit.
Darf man auf Bewerbungsfotos lächeln?
Auf Bewerbungsfotos darfst du lächeln. Auf einem guten Bewerbungsfoto solltest du sympathisch rüberkommen, sodass man Lust bekommt, mit dir zusammenzuarbeiten. Natürlich arbeitet man lieber mit freundlichen und lustigen Kolleg:innen zusammen. Es ist daher sehr wichtig zu lächeln.
Du musst nicht mit Zähnen lächeln, aber wenn du gerade und einigermaßen weiße Zähne hast, warum solltest du diese nicht zeigen, um so positiv zu punkten? Wichtig ist natürlich, das passende Maß zu finden. Ein breites Grinsen ist bei Bewerbungsbildern nicht geeignet. Lachen beim Bewerbungsfoto hilft dir eher, als dass es schadet. Trau dich und sei authentisch. Gerne helfe ich dir dabei!
Hoch oder Querformat beim Bewerbungsbild?
Wieso nicht quadratisch oder vielleicht im langen Panorama-Format? Je nachdem, ob du dein Bewerbungsbild im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt präsentieren möchtest, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, das Format zu variieren. Auf dem Deckblatt ist das Foto in der Regel 8-15cm groß, während es im Lebenslauf nicht größer als 7cm sein sollte. Zum Thema Lebenslauf schreiben findest du unter dem Link einige hilfreiche Tipps.
Weitere Informationen zum Bewerbungsfoto Format und Größe findest du in meinem ausführlichen Blogartikel.
Wie sehen gute Bewerbungsfotos aus? Unterschied zu Passfotos
Viele kennen den Unterschied zwischen einem guten Bewerbungsfoto und einem Passfoto nicht. Dabei gibt es einige wichtige Unterschiede zu beachten! Zum einen haben Passfotos keine wirkliche Relevanz für die berufliche Zukunft. Das ist einer der Gründe, wieso man für ein Passfoto in der Regel keinen Termin benötigt. Ich biete keine Passfotos an, komm daher bitte nicht spontan vorbei! Für gute Bewerbungsfotos solltest du ungefähr eine Stunde Zeit einplanen und die Details vorab mit mir besprechen.
Wie weiter oben beschrieben, ist die Kleidung für ein gutes Bewerbungsbild entscheidend. Anders als beim Passfoto wirst du nicht komplett frontal fotografiert, und es kommt auf Feinheiten an.
Passbilder werden nicht retuschiert. Bewerbungsbilder hingegen sollten immer auch retuschiert werden. Dabei werden unter anderem Rötungen und Hautunreinheiten auf eine natürliche Art und weise abgemildert oder ganz entfernt. Oftmals werden bei einem Fotoshooting für die Bewerbung deutlich mehr Fotos als für ein Passbild gemacht. Da der Aufwand insgesamt viel höher ist, merkt man den Unterschied auch im Preis. Die Investition in dich und deine Zukunft sollte sich lohnen.
Körperhaltung beim Bewerbungsfoto
Ein wichtiger Tipp für ein gutes Bewerbungsfoto: Im Gegensatz zum Passfoto sollte man beim Bewerbungsfoto unbedingt stehen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Menschen die sitzen, haben eine ganz andere Körperhaltung als Personen die stehen!
Die meisten Menschen sacken beim Sitzen etwas zusammen und die Schultern fallen nach unten. Wird man beim Bewerbungsfoto stehend fotografiert, hat man automatisch eine bessere Körperhaltung. Das wirkt selbstbewusster und selbstständiger. Bei Bewerbungsfotos von Frauen macht es daher Sinn Schuhe mit Absatz zu tragen.
Manche haben den unterbewussten Drang, sich etwas nach hinten fallen zu lassen. Setz in dem Fall am besten einen Fuß leicht nach vorne und verlagere das Gewicht darauf. Eine starke Körperhaltung nach vorne ist nicht gewünscht, also hierbei nicht übertreiben!
Das Gleiche gilt für die Kopfhaltung. Halte das Kinn möglichst neutral, also nicht zu hoch oder zu niedrig, da es sonst schnell negative Assoziationen weckt. Zudem sollte der Kopf beim Bewerbungsfoto nicht zu stark geneigt sein, denn das wirkt niedlich. Besonders Frauen passiert das schnell, also achte entsprechend darauf.
Farbe oder Schwarz-Weiß?
Diese Frage bekomme ich oft zu hören, allerdings kann man hier keine pauschale Aussage machen, da dies eher eine Geschmacksfrage ist.
Mein Tipp: Schau dir die Internetseite deines potenziellen Arbeitgebers an. Findest du dort Schwarz-Weiß-Fotos, ist das eine gute Möglichkeit, dich positiv von den Mitbewerbern abzuheben. Ansonsten wirken Bewerbungsfotos in Schwarz-Weiß edel, seriös, ggf. aber auch distanziert.
Gerne zeige ich dir vor Ort am PC, wie dein Foto in Schwarz-Weiß aussieht. Ausführliche Informationen zum Thema Bewerbungsfoto in Farbe oder Schwarz-Weiß findest du in meinem extra Beitrag dazu.
Wie alt darf ein Bewerbungsfoto sein?
Ein Bewerbungsfoto sollte nicht älter als drei Jahre sein, da man sich in dieser Zeit oft verändert. Sicher gefällst du dir auf einem Foto von vor 10 Jahren besser, allerdings entspricht das wahrscheinlich nicht der aktuellen Realität – also sei ehrlich und zeig eventuelle Falten. Für den Arbeitgeber kann das ein Zeichen sein, dass du kompetent bist und bereits viel Erfahrung hast!
Verstell dich nicht!
Logischerweise versucht man, sich auf dem Bewerbungsfoto möglichst optimal darzustellen, aber verändere dich dabei nicht zu sehr. Früher oder später sehen die neuen Kolleg:innen bzw. die oder der Vorgesetzte sowieso, wie man wirklich ist.
Häufige Fragen zum Bewerbungsfoto
Bewerbungsfoto mit oder ohne Brille?
Trägst du im Alltag Brille, solltest du dich auch mit Brille fotografieren lassen – so wirkst du authentisch. Wichtig ist, dass Spiegelungen und Reflexe im Glas vermieden werden. Falls du mehrere Brillen besitzt, bring sie gerne zur Auswahl mit.
Welches Make-up eignet sich für ein Bewerbungsfoto?
Weniger ist mehr: Schminke dich so, wie du es im Berufsalltag auch tust. Mattierender Puder gegen Glanzstellen ist meist ausreichend, den halte ich im Fotostudio ohnehin für dich bereit.
Welche Frisur passt zum Bewerbungsfoto?
Die Frisur sollte deine Augen nicht verdecken und sich nicht stark von deinem Alltagslook unterscheiden. Für eine angestrebte Führungsposition kannst du bei langen Haaren einen Zopf oder Dutt in Betracht ziehen.
Darf man auf dem Bewerbungsfoto lächeln?
Ja, unbedingt! Ein sympathisches Lächeln kommt gut an. Du musst dabei nicht mit Zähnen lachen – wichtig ist vor allem das passende Maß, ein breites Grinsen wirkt bei Bewerbungsfotos schnell unpassend.
Welcher Schmuck ist beim Bewerbungsfoto passend?
Dezenter Schmuck ist völlig in Ordnung, sollte aber nicht zu groß oder auffällig sein. Der Blick soll auf dein Gesicht gehen, nicht durch Accessoires abgelenkt werden.
Wie alt darf ein Bewerbungsfoto sein?
Dein Bewerbungsfoto sollte nicht älter als drei Jahre sein, da sich dein Aussehen mit der Zeit verändert. Ein aktuelles, ehrliches Bild wirkt seriöser als ein stark veraltetes.
Was ist der Unterschied zwischen Bewerbungsfoto und Passfoto?
Anders als beim Passfoto wirst du beim Bewerbungsfoto nicht komplett frontal fotografiert, meist stehend statt sitzend, und das Bild wird professionell retuschiert. Passfotos haben dagegen feste behördliche Vorgaben und werden nicht bearbeitet.
Zusammenfassung
Wie du nach diesem Beitrag siehst, musst du bei Bewerbungsfotos viele Punkte berücksichtigen – es kommt auf die kleinen Details an. Diese scheinbaren Kleinigkeiten machen den Unterschied zwischen einem professionellen Bewerbungsfoto und einem normalen Passfoto aus! Ich hoffe, du kannst viele Tipps für dein gutes Bewerbungsfoto mitnehmen. Gerne berate ich dich dazu und freue mich, dich bald in meinem Fotostudio begrüßen zu dürfen.