Bewerbungsfoto Panoramaformat Frau

Perfekte Bewerbungsfotos – Tipps vom Fotografen

Das ein professionelles Bewerbungsfoto für eine Bewerbung heutzutage sehr wichtig ist, haben die meisten Bewerber bereits bemerkt. Doch was macht ein gutes Bewerbungsfoto aus und worauf sollten Sie achten? In diesem Blogeintrag möchte ich einige Hinweise und Tipps für Bewerbungsfotos geben. Mittlerweile kommen Kunden aus über 40 Kilometer Entfernung zu mir, um sich für die Bewerbung  fotografieren zu lassen. Selbst Kunden, die meinten, Sie seien unfotogen, gingen anschließend mit einem Lächeln aus meinem Fotostudio. Die hier beschriebenen Tipps haben sich also in der Praxis bewährt.

Kleider machen Leute

Die Wahl der richtigen Kleidung für das perfekte Bewerbungsfoto ist enorm wichtig. Oft berate ich meine Kunden länger bezüglich des optimalen Outfits, als dass ich fotografiere. Gute Vorbereitung auf das Fotoshooting ist daher sehr wichtig. Bringen Sie 2-3 Oberteile mit zum Fotoshooting. Achten Sie darauf, dass Hemden und Blusen knitterfrei sind und gut sitzen. Ein zu enges Hemd wirft genau so unschöne Falten wie ein nicht (gut) gebügeltes Hemd.

Wählen Sie ihre Kleidung passend zum angestrebten Beruf und der gewünschten Position. Wer sich als Lehrer bewirbt braucht nicht im Anzug mit Krawatte erscheinen, außer er will Schuldirektor oder ähnliches werden. Trotzdem gilt: Lieber overdressed als underdressed. Lesen Sie dazu auch meine 7 Tipps für die richtige Kleidung beim Bewerbungsfoto!

Allgemein gilt, freundliche und helle Farben (helles Blau, Beige, Grau, zartes Rosa etc.) zu wählen, da diese eine positive und frische Ausstrahlung unterstreichen. Der Klassiker mit weißem Hemd/ Bluse und schwarzem Jackett passt natürlich immer, aber denken Sie dran, dass Sie sich mit ihrer Bewerbung von den Mitbewerbern abheben wollen! Gerne berate ich Sie im Vorfeld, damit Sie das perfekte Bewerbungsfoto erhalten.

Kleidung beim Bewerbungsfoto
Kleidung beim Bewerbungsfoto

Make-Up – Weniger ist mehr

Ein wichtiger Tipp beim Bewerbungsfoto ist, sich nicht zu verändern. Benutzen Sie keine glänzenden Cremes oder Make-Up. Mattierender Puder ist hier die bessere Wahl. Schminken Sie sich so wie Sie es bei der alltäglichen Arbeit auch tun. Puder und Pinsel habe ich im Fotostudio. Mit diesen Dingen werden auch Männer bei mir in Kontakt kommen, aber keine Panik: Man(n) sieht anschließend nicht angemalt aus. Der Puder dient lediglich dazu Glanzstellen auf Nase, Stirn und Wange zu vermeiden. Gegen einen Aufpreis kommt zu dem Fotoshooting eine ausgebildete Visagistin dazu. Praktischerweise hat meine Frau ihr Kosmetikstudio neben meinem Fotostudio in der umgebauten Kirche.

Die richtige Frisur für’s Bewerbungsbild

Hier gilt eigentlich das Gleiche wie beim Make-Up, also keine aufwendige Hochsteckfrisur für das Fotoshooting machen, wenn Sie sonst immer die Haare offen tragen. Falls Sie für das Bewerbungsbild zum Friseur möchten, planen Sie diesen Termin ein paar Tage vor dem Fotoshooting ein, da man direkt nach dem Friseur die Haare oft anders hat, als im Alltag. Die Frisur beim Bewerbungsfoto sollte die Augen nicht verdecken. Der direkte Blick ist wichtig, da es ansonsten aussehen könnte als ob Sie etwas verstecken möchten. Bei angestrebter Führungsposition sollten Frauen mit langen Haaren überlegen einen Zopf oder Dutt zu machen.

Kurz zusammengefasst kann man sagen: Die Frisur für das Bewerbungsfoto sollte sich nicht stark von der alltäglichen Frisur unterscheiden. Etwas aufhübschen ist natürlich erlaubt. Fühlen Sie sich wohl mit ihrer Frisur, dann wird das Bewerbungsfoto auch gut.

Bewerbungssbild Frisur
Bewerbungsfoto Frisur

Accessoires beim Bewerbungsfoto

Gerade als Frau können Sie Ohrringe und Schmuck beim Bewerbungsfoto tragen. Wichtig ist, dass der Schmuck nicht von Ihnen ablenkt, also nicht allzu groß und auffällig ist. Beim Bewerbungsbild soll der Blick des Betrachters direkt aufs Gesicht gehen und nicht durch zu viele Accessoires abgelenkt werden.

Bewerbungsfoto mit Brille – wieso nicht?

Eine oft gestellte Frage vor dem Fotoshooting: Bewerbungsfoto mit oder ohne Brille? Wer im Alltag auf eine Brille angewiesen ist und alle Freunde und Bekannte einen nur so kennen, der sollte sich auch mit Brille fotografieren lassen. Es gibt einige Fotografen, die Probleme haben Brillenträger zu fotografieren, da Sie nicht wissen wie man die Spieglungen und Reflexe aus den Brillengläsern bekommt. Wenn Sie aus dem Grund ihre Brille für das Bewerbungsfoto abnehmen sollen, können Sie eigentlich gleich den Fotografen wechseln. Falls Sie mehrere Brillen haben, bringen Sie diese ruhig zur Auswahl mit.

Bewerbungsfoto mit Brille
Bewerbungsfoto mit Brille

Darf man auf Bewerbungsfotos lächeln?

Auf Bewerbungsfotos dürfen Sie lächeln. Auf einem guten Bewerbungsfoto sollen Sie sympathisch rüber kommen, so dass man Lust bekommt mit Ihnen zusammen zu arbeiten. Natürlich arbeitet man lieber mit freundlichen und lustigen Mitarbeitern als mit depressiven Eigenbrötlern. Es ist daher sehr wichtig zu lächeln. Sie müssen nicht mit Zähnen lächeln, aber wenn man gerade und einigermaßen weiße Zähne hat, wieso soll man diese nicht zeigen um so positiv zu punkten? Wichtig ist natürlich das passende Maß zu finden. Ein breites Grinsen ist bei Bewerbungsbildern nicht geeignet.

bewerbungsfoto mann wuppertal

Hoch oder Querformat beim Bewerbungsbild?

Wieso nicht quadratisch oder vielleicht im langen Panorama-Format? Je nach dem, ob Sie ihr Bewerbungsbild im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt präsentieren möchten, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten das Format zu variieren. Auf dem Deckblatt ist das Foto in der Regel 8-15cm groß, während es im Lebenslauf nicht größer als 7cm sein sollte. Weitere Informationen zum Bewerbungsfoto Format und Größe finden Sie in meinem ausführlichen Blogartikel.

Wie sehen gute Bewerbungsfotos aus? Unterschied zu Passfotos

Viele kennen nicht den Unterschied zwischen Bewerbungsfotos und Passfotos. Dabei gibt es einige wichtige Unterschiede zu beachten! Zum einen haben Passfotos keine wirkliche Relevanz für die berufliche Zukunft. Das ist einer der Gründe wieso man für ein Passfoto in der Regel keinen Termin. Ich biete keine Passfotos an, daher bitte nicht spontan vorbei kommen! Für gute Bewerbungsfotos sollte man ungefähr eine Stunde Zeit einplanen und vorab mit dem Fotografen die Bewerbungsfotos besprechen.

Wie weiter oben beschrieben, ist die Kleidung für ein gutes Bewerbungsbild entscheidend. Anders als beim Passfoto werden Sie nicht komplett frontal fotografiert und es kommt auf Feinheiten, zum Beispiel beim Lächeln, an. Passbilder werden nicht retuschiert. Bewerbungsbilder hingegen sollten immer auch retuschiert werden. Dabei werden unter anderem Rötungen und Hautunreinheiten auf eine natürliche Art und weise abgemildert oder ganz entfernt. Oftmals werden bei einem Fotoshooting für die Bewerbung deutlich mehr Fotos als für ein Passbild gemacht. Da der Aufwand insgesamt viel höher ist, merkt man den Unterschied auch im Preis.

gute Bewerbungsfotos im Studio Frau

Körperhaltung beim Bewerbungsfoto

Im Gegensatz zum Passfoto sollte man beim Bewerbungsfoto unbedingt stehen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Menschen die sitzen, haben eine ganz andere Körperhaltung als Personen die stehen! Die meisten Menschen sacken beim Sitzen etwas zusammen und die Schultern fallen nach unten. Wird man beim Bewerbungsfoto stehend fotografiert, hat man eine andere Haltung. Das wirkt selbstbewusster und selbstständiger.

Manche haben den unterbewussten Drang sich etwas nach hinten fallen zu lassen. Für den Fall am besten einen Fuß leicht nach vorne setzen und das Gewicht darauf verlagern. Eine starke Körperhaltung nach vorne ist nicht gewünscht, also hierbei nicht übertreiben!

Das Gleiche gilt bei der Kopfhaltung. Das Kinn möglichst neutral halten, also nicht zu hoch oder zu niedrig, da es sonst schnell negative Assoziationen gibt. Zudem darf der Kopf beim Bewerbungsfoto nicht zu stark geneigt sein, denn das wirkt niedlich. Besonders Frauen passiert das schnell und es sollte entsprechend darauf geachtet werden.

Farbe oder Schwarz-Weiß?

Bewerbungsfoto in Farbe oder Schwarz-Weiß?
Bewerbungsfoto in Farbe oder Schwarz-Weiß?

Diese Frage bekomme ich oft zu hören, allerdings kann man hier keine pauschale Aussage machen, da dies eher eine Geschmacksfrage ist.

Mein Tipp: Schauen Sie sich die Internetseite von Ihrem potentiellen Arbeitgeber an. Finden Sie dort Schwarz-Weiß Fotos, dann ist es eine gute Möglichkeit sich positiv von den Mitbewerbern abzuheben. Ansonsten wirken Bewerbungsfotos in Schwarz-Weiß edel, seriös, ggf. aber auch distanziert. Gerne zeige ich Ihnen vor Ort am PC wie ihr Foto in Schwarz-Weiß aussieht. Ausführliche Informationen zum Thema Bewerbungsfoto in Farbe oder Schwarz-Weiß finden Sie in meinem extra Beitrag dazu.

Wie alt darf ein Bewerbungsfoto sein?

Ein Bewerbungsfoto sollte nicht älter als drei Jahre sein, da man sich in der Zeit oft verändert. Sicher gefallen Sie sich auf einem Foto von vor 10 Jahren besser, allerdings entspricht das wahrscheinlich nicht der aktuellen Realität, also seien Sie ehrlich und zeigen Sie eventuelle Falten. Für den Arbeitgeber kann das ein Zeichen sein, dass Sie kompetent sind und bereits sehr viel Erfahrung haben!

Professionelle Bewerbungsfotos
Professionelle Bewerbungsfotos

Verstellen Sie sich nicht!

Logischerweise versucht man sich auf dem Bewerbungsfoto möglichst optimal darzustellen, aber verändern Sie sich dabei nicht zu sehr. Früher oder später sehen die neuen Kollegen bzw. der Chef sowieso wie man wirklich ist.

Zusammenfassung

Wie Sie spätestens nach diesem Blogeintrag sehen, muss man bei Bewerbungsfotos viele Punkte berücksichtigen und es kommt oft auf kleine Details an. Diese scheinbaren Kleinigkeiten machen den Unterschied zwischen einem professionellen Bewerbungsfoto und einem normalen Passfoto aus! Gerne berate ich Sie dazu und freue mich Sie bald in meinem Fotostudio begrüßen zu dürfen.

Autor Malte Reiter

Malte Reiter (34) ist Fotograf aus NRW. Er ist Experte für Businessfotos und Hochzeitsfotografie. Er fotografiert seit dem 18. Lebensjahr gewerblich für diverse Firmen und Privatleute. Im Januar 2012 eröffnete Malte Reiter sein erstes Fotostudio in Wuppertal. Seit April 2016 besitzt er eine umgebaute Kirche als modernes Fotostudio.

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