Canon EOS 7D – eine gute Kamera?

Ich will die Antwort schon Mal vorweg nehmen: Ja.
Wer hier einen wissenschaftlichen Test mit Pixelzählerei und Statistiken erwartet, den muss ich enttäuschen und bitten einen meiner anderen Blogeinträge zu lesen ; ).

Eine weitere Kamera muss her, aber welche?

Vor kurzem entschied ich mich, zusätzlich zu meiner Canon 5D Mark II und meinen anderen zwei Kameras, eine Canon EOS 7D zu kaufen. Von den technischen Daten hätte mir auch eine Canon EOS 550D oder eine Canon EOS 60D gereicht, doch wusste ich bei der 550D bereits, dass Sie sehr klein ist und nicht für den professionellen Einsatz gedacht ist.

Nicht nur die inneren Werte zählen!

Die 60D schaute ich mir also bei einer Canon Roadshow an und direkt beim ersten Kontakt war meine Entscheidung gefallen: Die wird es nicht. Zum einen habe ich große Hände und brauche eine entsprechende Kamera, die gut in der Hand liegt, denn all die technischen Daten und Vorteile nutzen mir nicht viel, wenn ich die Kamera nicht ordentlich bedienen kann.
Davon abgesehen war das Bedienkonzept anders als bei der 5D Mark II. Mir ist dieser Punkt sehr wichtig, da ich bei einer Hochzeitsreportage keine Zeit habe groß nach zu denken welche Kamera ich in der Hand halte und wo welcher Knopf ist um diese oder jene Funktion/ Einstellung zu wählen.

Dreamteam: 7D und 5D Mark II

Die 7D macht einen soliden Eindruck und liegt sehr gut in der Hand, ich würde sogar sagen, noch einen Ticken besser als die 5D Mark II. Mit Ihren technischen Daten ergänzt Sie die 5D Mark II ideal:

  • schneller Fokus dank 19 hochpräziser Kreuzsensoren
  • Crop-Faktor 1.6 (manch einer sieht es als Nachteil, ich nutze es für mich als Vorteil, da ich an der Kamera mein Canon 70-200mm 2.8 L IS II verwende und für Weitwinkelaufnahmen habe ich ja meine 5D Mark II mit Ihrem Vollformatsensor)
  • es sind bis zu 8 Bilder pro Sekunde möglich
  • ein schöner großer Sucher mit 100% Abdeckung, d.h. was man durch den Sucher sieht, wird später auch genau so auf dem Bild sein
  • Canon EOS Speedlite Blitze lassen sich über die Kamera auslösen (mit E-TTL)

Es gibt so viele Neuerungen, dass es auf jeden Fall Sinn macht sich vor der ersten Nutzung etwas mit dem Handbuch anzufreunden. Natürlich kann man die Canon EOS 7D auch so direkt gebrauchen, aber einige Einstellungen und Funktionen benötigen etwas Erklärung.

Fazit

Ich denke die 7D ist für all diejenigen geeignet, die sich nicht erst seit Gestern mit der Fotografie auseinander setzen. Anfänger können mit den vielen Funktionen sicher erst ein Mal nichts anfangen oder werden sogar damit überfordert sein. Canon hat mit der 7D vor allem ambitionierten Action- und Sportfotografen einen großen Gefallen getan, denn es gibt nun eine schnelle Kamera in der 1.000€-Klasse. Sicher kommt die Kamera nicht 100% an die 1er-Modelle von Canon ran, aber dafür zahlt man eben keine 3.000€ aufwärts!

Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen ja mein kurzer Bericht bei der Kaufentscheidung, dann würde ich mich über einen Kommentar von euch freuen! Wenn ihr noch nicht sicher seid welche Kamera für euch geeignet ist schaut euch meine Empfehlungen beim Kamerakauf an!