LED-Beleuchtung für Fotoleinwand DIY

LED-Beleuchtung für Fotoleinwand selber bauen

In dieser Anleitung möchte ich euch erklären wie ihr mit LEDs eine Leinwand beleuchten könnt. Eine beleuchtete Fotoleinwand ist nicht nur ein Blickfang, sondern taucht euer Zimmer in ein angenehmes Licht. Ich habe mir, passend zu meinem Leinwandmotiv, eine feste Farbe für die LEDs ausgesucht, aber ihr habt natürlich auch die Möglichkeit ein RGB Lichtband zu wählen. Diese sogenannten RGB LED Strips werden meist mit einer kleinen Fernbedienung geliefert mit der ihr die gewünschte Farbe und Leuchtintensität auswählen könnt. Manche LED Strips bieten verschiedene Leuchtprogramme an, bei denen die LEDs unterschiedlich blinken bzw. aufleuchten.

LED-Beleuchtung für Fotoleinwand DIY

Benötigtes Material für Bild mit LED-Hintergrundbeleuchtung

• Fotoleinwand in beliebiger Größe

• LED-Strip mit ausreichender Länge

• Netzteil (nicht immer im Lieferumfang des LED Strips enthalten!) 

• Holzleisten ca. 1cm breit

• Heißkleber

• Schere

• ggf. Zwillings-Litze als Verlängerungskabel (Zuleitung von LED Strips sind kurz)

• Lötkolben, Lötzinn und Schrupmfschlauch, wenn ihr eine Verlängerung benötigt

So baut ihr eine beleuchtete Fotoleinwand

1.) Die meisten Netzteile von LED Strips haben nur ca. 1m Zuleitung. Da das in der Regel zu kurz ist, müsst ihr zunächst den Stecker vom LED Strip ablöten und das Verlängerungskabel dazwischen löten.

Verlängerungskabel an LED Strip löten
Verlängerungskabel an LED Strip löten

Es ist sinnvoll den Stecker erst an zu löten, wenn man später die Leinwand mit montierter Beleuchtung an der Wand hängen hat, dann kann man das Kabel ggf. noch kürzen und vermeidet überflüssiges Kabel. Vergesst beim Stecker anlöten den Schrumpfschlauch zur Isolierung nicht!

Schrumpfschlauch als Isolierung für LED-Beleuchtung
Schrumpfschlauch als Isolierung

TIPP: Man kann nie wissen wie die Stecker gepolt sind, deshalb solltet ihr bevor ihr lötet die Kabel aneinander halten um dies zu testen, denn nur richtig gepolt leuchten die LEDs!

Holzleisten für Leinwand sägen
Holzleisten zurecht sägen

Bilderrahmen für LED-Beleuchtung bauen

2.) Im zweiten Schritt sägt ihr die Holzlatten so zurecht, dass sie auf der Rückseite der Leinwand wie ein zweiter Rahmen zusammen liegen. Ich habe dazu die Leinwand mit der bedruckten Seite auf ein weiches Stofftuch gelegt, welches es vor Kratzern zu schützt und die Leisten an der inneren Kante der Leinwand angehalten.

Leinwand mit Stofftuch vor Kratzern schützen
Leinwand mit einem Stofftuch vor Kratzern schützen

3.) Anschließend verklebt ihr den Rahmen der Fotoleinwand mit den Holzleisten, dadurch habt ihr einen Abstandshalter für die Leinwand geschaffen und gleichzeitig eine Möglichkeit das selbstklebende LED Strip anzubringen.

Heißkleber auf die Holzleisten auftragen
Heißkleber auf die Holzleisten auftragen
Holzleisten gleichmäßig an den Rahmen der Leinwand drücken
Holzleisten gleichmäßig an den Rahmen der Leinwand drücken

4.) Das LED Band wird an den Seiten eurer Holzleisten befestigt.

LED-Beleuchtung selbstklebend anbringen
selbstklebendes LED Strip anbringen

5.) Versucht an den Ecken 1-2 LEDs zu platzieren damit die Beleuchtung später möglichst gleichmäßig ist. Wenn ihr den Holzrahmen ein Mal umrundet habt und noch etwas vom LED Strip über ist, schneidet ihr das LED Strip einfach an der Stelle durch. Die indirekte Beleuchtung durch den Bilderrahmen sieht dann gleichmäßiger aus.

LED-Beleuchtung mit einer Schere durchtrennen
LED Strip mit einer Schere durchtrennen

6.) Das Kabel fixiert ihr mit ein paar Tropfen Heißkleber am Rahmen.

Kabel der LED Stripes mit Heißkleber an Leinwand fixiert
Kabel mit Heißkleber fixiert

Jetzt könnt ihr eure verbesserte Fotoleinwand mit Beleuchtung testen und aufhängen. Ich habe für den Eingangsbereichs meines Fotostudios eine weiße Verlängerung genommen und diese anschließend sauber mit etwas Heißkleber an der Wand bzw. Fußleiste verlegt.

Zusammenfassung

Wie ihr seht ist es mit dieser Schritt für Schritt Anleitung sehr einfach ein Bild mit LED-Hintergrundbeleuchtung auszustatten. Bei den LED-Stripes und Netzteil sollte man nicht an 1-2 Euro sparen, denn ihr ärgert euch, wenn die Beleuchtung nach kurzer Zeit nicht mehr funktioniert. Davon mal ganz abgesehen, dass sehr billige LEDs eine gewisse Brandgefahr inklusive haben. Wer sich den Selbstbau nicht zutraut dem kann ich nur sagen: Wenn ich das als handwerklich unbegabter Mensch schaffe, dann schafft ihr das alle Mal 🙂 Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbasteln der LED-Beleuchtung!

Autor Malte Reiter

Malte Reiter (34) ist Fotograf aus NRW. Er ist Experte für Businessfotos und Hochzeitsfotografie. Er fotografiert seit dem 18. Lebensjahr gewerblich für diverse Firmen und Privatleute. Im Januar 2012 eröffnete Malte Reiter sein erstes Fotostudio in Wuppertal. Seit April 2016 besitzt er eine umgebaute Kirche als modernes Fotostudio.

Mehr über den Fotografen

12 thoughts on “LED-Beleuchtung für Fotoleinwand selber bauen

  1. Kabel über die Wand sieht ja nicht so prickelnd aus. Außerdem sollte eine derartige Beleuchtung nur auf absolut ebenen Wandflächen eingesetzt werden, da jede Unebenheit sichtbar wird. Ansonsten eine nette Idee.

  2. Ist doch wunderbar geworden! Davon habe ich selbst, gefühlt, hunderte gebaut. 🙂

    Ein paar Tipps hätte ich auch auf Lager:

    Mit Hilfe von Aluwinkeln lässt sich die Sache auch wunderbar indirekt beleuchten und die LED
    freuen sich nebenbei über die etwas besser Kühlung.

    Was das Verlegen der Kabelage angeht: Hama hat z.B. flache und halbrunde Kabelkäle. Und für die „Perfektionisten“ -> Wiretapes.

    Im übrigen sind Klinkenstecker/ -Buchsen bei sowas immer hilfreich. Diese lösbare Verbindung der Vorsorgungsspannung und den LED-Stripe hat sich als guter „Notstopper“ (Stichwort Zugentlasung) bewährt, sollte doch Mal an der Leitung gerissen werden. Alles schon erlebt 😉

    1. Hallo Bastian,

      vielen Dank für deinen sehr hilfreichen Kommentar! Wirklich gute Tipps 🙂
      Was sind sehr große Striplängen? Ab 10m Länge?

      Viele Grüße
      Malte

      1. Hallo Malte,

        sorry für die verspätete antwort.

        Also was die Striplänge angeht-> Kann man pauschal leider nicht so einfach beantworten. Das kommt auf die verwendeten Stripes, insbesondere der Preisklasse an. Die meisten lowcost Stripes würde ich bei spätestens 5m kappen, wenn möglich schon vorher. zur Begründung:

        Die „günstigen“ Stripes, oft z.B. auf eBay erhältlich, werden aus kostengründen gerne mit einer höheren Spannung gefahren. Auf gut deutsch: Die werden gebraten, damit die Dioden überhaupt halbwechs Leuchtkraft entwickeln… Und damit die Sache noch interessanter wird- Natürlich spart man auch am Kupfer, könnte ja wärme abführen… 🙂 Für 20€ zu 5m bekommt man einfach keine brauchbaren LED-Stripes.

        Ein kleines Beispiel für 10m „0815“-Stripe: Pro Diode liegen im Schnitt 0,08Watt an. Macht bei einer mit 60 Dioden pro Meter bestückten Stripe, 10 Meter länge und 12V angelegter Spannung, satte 4 Ampere(!) Strom der durch die hauchdünnde PCB des Stripes, fast schon „geprügelt“ wird. Das von diesen 4A einiges direkt in wärme umgesetzt braucht man wohl nicht erwähnen. 🙂 Wenn dann zu allem überfluss der LED-Trafo nichts zur Funkentstörung beiträgt kommen bei solchen längen noch andere Probleme auf einen zu. 🙂

        Daher: Billiger Stripe + 10m am Stück und am besten noch auf schlecht wärmeabführendes Material angebracht = Böse.

        Bei einer Parallelverdrahtung kann man hier einiges an „Dampf“ zurückhalten.

        Bei sehr hochwertigen Stripes verhält sich die Sache ähnlich, jedoch können die mehr einstecken, btw. haben eine bessere Wärmeabfuhr.

        Ich hoffe das war halbwechs verständlich formuliert- bin kein guter Schreiberling 🙂

        1. Hallo Bastian,

          vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen!
          So wie du es erklärst, macht es auf jeden Fall Sinn. Ich habe mich bewusst gegen die billigsten LED-Stripes entschieden und bin mir sicher, dass meine eine ordentliche Qualität haben, da Sie auch nach ca. 10 Std. Dauerleuchten nicht besonders heiß werden.

          Viele Grüße
          Malte

  3. Einfach eine gute Idee XD nur das Kabel an der Wand hätte
    mich echt gestört, ich hab kurzerhand die wand aufgerissen und eine neue Steckdose verlegt. (Wahr eh gerade die Wände am neu machen XD.)

    1. Hallo Sebastian,

      vielen Dank für deinen Beitrag, das sieht absolut fantastisch bei dir aus! Wie hast du die Wand so hinbekommen? Die Leinwand könnte eventuell sogar noch etwas größer sein. Ist das 1m Breite?

      Mein Fotostudio ist gemietet, da kann ich leider nicht so einfach die Wand aufmachen, aber im nächsten Jahr habe ich eine eigene Immobilie wo mein Fotostudio rein kommt und da werde ich deine Idee der Kabelverlegung mit aufnehmen. Wirklich toll!!

      Grüße
      Malte

      1. Die Wand ist eigentlich nur Alpina Rost-Optik. Wobei die Farbe
        alleine schaut recht langweilig aus habe die ganze Wand noch verputzt und auf
        der Fläche mit der Farbe sehr grob geschliffen und an den Passepartout sehr fein. Ist
        recht viel Arbeit und schmutz.

        Die Leinwand ist 120cm in der breite wobei für den raum reicht das und die Größe
        drucken zu lassen wahr gerade im Angebot XD

        Das mit der Steckdose ist so eine Sache wohne auch in einer Mietwohnung
        .Ich hoffe einfach mal das wenn ich ausziehe einen Nachmieter finde der die Wohnung
        so übernimmt XD ansonsten muss ich das halt alles wieder wegmachen.

  4. Hallo Herr Reiter
    Ich habe einen Wandtattoo gekauft der 200 cm breit und 60 cm hoch ist. Wollte es auf eine Holzplatte aufkleben,an die wand auf hängen und auch LED Lampen hinter packen so wie Sie es mit dieser Leinwand Bild gemacht haben. Die Platte wollte ich aber ein wenig Wellig Schneisen lassen. Haben Sie eine Idee und wie ich es am besten machen kann?

    1. Tut mir leid, aber da kann ich keine guten Tipps für abgeben, da ich selbst handwerklich eher minderbegabt bin 😉 Ansonsten hört sich ihre Idee sehr gut an! Ich würde mich freuen, wenn Sie das fertige Werk später ein mal hier veröffentlichen!

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