nachhaltiger Fotograf Malte Reiter

Nachhaltiger Fotograf Malte Reiter

So spare ich CO2

Mit dem Thema Nachhaltigkeit befasse ich mich intensiv seit 2018 – das Interesse begann mit der Anschaffung eines Elektroautos, einem Smart. Bei der Recherche nach einem Stromanbieter war ich geschockt, wie wenige echte Ökostromanbieter es gibt. So kam ich von einem Nachhaltigkeits-Thema zum nächsten. Im Folgenden zeige ich einige Punkte, wie ich als Fotograf CO2 spare. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Ideen, die ihr selbst für euch nutzen könnt. Für Fragen und Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit stehe ich gerne zur Verfügung.

rosanna und malte reiter mit huhn

Fotograf im E-Auto

Als Fotograf bin ich viel mit dem Auto unterwegs, da meine Kunden in ganz NRW sind und ich oft sperriges Equipment transportieren muss. Um die Fahrten nachhaltiger zu gestalten, bin ich seit 2018 mit einem E-Smart (als Zweitwagen) unterwegs. Seit 2020 fahre ich rein elektrisch mit einem Kia e-Niro zu meinen Aufträgen. So kann ich die Emissionen deutlich reduzieren – auch auf langen Strecken. Fotoaufträge in NRW sind mit einer Reichweite von ca. 300–400 km auch ohne Zwischenladung kein Problem.

kia e-niro elektroauto

Nachhaltiger Strom

Wie bereits oben beschrieben, macht ein Elektroauto vor allem mit Ökostrom Sinn. Seit 2018 haben wir echten Ökostrom. 2025 sind wir auf den dynamischen Stromtarif von Spot my Energy umgestiegen – ein TÜV-zertifizierter Grünstromtarif mit geprüfter Herkunft aus 100% erneuerbaren Energien. Wir nutzen ihn gezielt, um stromintensive Aufgaben wie das Waschen der vielen Handtücher aus dem Kosmetikstudio meiner Frau in die Mittagszeit zu legen. Dann sind die meisten erneuerbaren Energien im Netz. Für unser Gas nutzen wir den Biogas-Tarif von Goldgas mit 30% Ökoanteil, dokumentiert im Biogasregister der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Photovoltaik

Bereits beim Umbau unserer Kirche zum Wohn- und Arbeitsbereich wurde Solarthermie auf dem Dach montiert. Sie lieferte uns mehrere Jahre warmes Wasser durch die Kraft der Sonne. 2022 bin ich dann auf einen Solarteur gestoßen, der uns eine PV-Anlage auf dem Carport-Dach montiert hat. Seit September 2025 ist die Solarthermie nicht mehr in Betrieb. Für Oktober 2026 ist geplant, das Dach stattdessen komplett mit PV-Schindeln zu belegen.

Das Carport-Dach haben meine Frau und ich zudem ca. 2020 selbst begrünt; die Sorge, dass die Pflanzen unter den PV-Flächen eingehen, hat sich laut Solarteur bis heute nicht bestätigt. An einigen Tagen produziert die Anlage mehr Strom, als wir benötigen – dieser landet in einem Speicher und wird abends genutzt. Der Überschuss wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Fotograf mit Photovoltaikanlage

Nachhaltiges Fotostudio und Zuhause

Meine Frau und ich haben 2016 eine Kirche zu unserer Wohn- und Arbeitsstätte umbauen lassen. Aus Gründen der Nachhaltigkeit waren uns dabei einige Punkte wichtig: Unsere Immobilie benötigte nur wenig neue Ressourcen – statt sehr CO2-intensiven Beton zu nutzen, wurden ca. 18 Tonnen Holz verbaut, die Holzarbeiten übernahm eine Firma aus Wuppertal mit langer Tradition.

Wasser sparen im Garten

Für unseren Garten wurde ein 5.000-Liter-Wassertank unterirdisch installiert, sodass wir selbst im Sommer nicht auf kostbares Trinkwasser zurückgreifen müssen; für die Bewässerung nutzen wir inzwischen fast überall wassersparende Tröpfchenbewässerung, der Großteil des Wassers stammt weiterhin aus der Zisterne.

Grünes Grundstück, kurze Wege

Es wurden zudem einige Bäume und nachhaltige Hecken gepflanzt – unser Grundstück ist abwechslungsreich bepflanzt, diverse Vögel und andere Tiere können wir hier regelmäßig beobachten. Da meine Frau und ich hier wohnen und arbeiten, fallen zudem die klassischen Fahrten zur Arbeit weg.

Wärmepumpe statt Gasheizung

Im März 2023 wurde außerdem eine hocheffiziente Klimaanlage bei uns verbaut – im Grunde nichts anderes als eine Wärmepumpe: Aus 1 kWh Strom entsteht so eine Heizleistung von ca. 3–5 kWh, was den Gasverbrauch deutlich senkt; in der Übergangszeit erzeugt unsere PV-Anlage den dafür nötigen Strom. Für 2027 ist eine zentrale Wärmepumpe für die vollständige Heizung geplant.

Regional und ohne Plastik

Unsere Hühner

Wer zu uns ins Studio kommt, übersieht sicherlich nie unsere Hühner. Mittlerweile sind es 11 Hühner, die uns aus unserem Garten mit frischen Eiern versorgen – ihre Nahrung ist natürlich, wie unsere, Bio.

Nachhaltige Märkte und Unverpacktläden

In unserem Alltag leben wir leider nicht nur von Unverpacktläden und lokalen Betrieben, dennoch versuchen wir unser Bestes und kaufen regelmäßig in Hofläden und in einem Unverpacktladen ein. Unsere kleinen Mülltonnen für Plastik und Restmüll müssen schon seit einigen Jahren nur noch alle zwei Wochen von der AWG geleert werden.

USB-Sticks

Hochzeitspaare erhalten bei mir einen USB-Stick mit Fotos ihrer Hochzeit – statt in einer Plastikverpackung steckt er in einer kleinen Holzbox. Durch das aufwändige, hochwertige Design wird der Stick nicht zum Wegwerfprodukt; per Post wird die Box im Graspapier-Umschlag verschickt.

Nachhaltigkeit in meinem Alltag

Nachhaltig zu leben und zu arbeiten ist als Fotograf sicher einfacher als für einen produzierenden Unternehmer – gerade deswegen versuche ich, in meinem Alltag immer auf die Umwelt zu achten. Selbst kleine Dinge machen einen Unterschied, und ich überdenke mein Handeln jeden Tag.

zwerg-wyandotte wuppertal huehnerzucht

Ehrenamtliches Engagement für Nachhaltigkeit

Baumpflanzaktion Nachhaltigkeit Hoch3

Ich bin Mitglied beim Zukunftskreis Nachhaltigkeit Hoch Drei, einem Netzwerk aus dem bergischen Städtedreieck, in dem sich Unternehmen, Organisationen und Kommunen für Nachhaltigkeit einsetzen; der Grundgedanke der Organisation entstand 2017.

Bäume pflanzen und weitere nachhaltige Aktionen

2021 haben wir unter anderem 1.500 Bäume gepflanzt. 2022 habe ich bei den Wirtschaftsjunioren Wuppertal den Arbeitskreis Umwelt und Nachhaltigkeit gegründet und in kurzer Zeit erste Mitglieder für das Thema begeistert; wir waren unter anderem beim Talputz, einer städtischen Müllsammel-Aktion, aktiv und haben das Müllheizkraftwerk der AWG besichtigt.

2025 habe ich eine eigene Baumpflanzaktion in Wuppertal organisiert: über 6.500€ Spenden für 1.100 Bäume, ca. 40 Beteiligte. 2026 habe ich gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren erneut eine Baumpflanzaktion organisiert: Über 50 Freiwillige pflanzten ca. 700 Bäume im Ronsdorfer Forst, rund 7.000€ Spenden kamen zusammen – insgesamt konnten so ca. 1.300 Bäume gepflanzt werden, den Rest hat die Stadt anschließend nachgepflanzt, da am Pflanztag nicht genug Bäume lieferbar waren.

Im Juli 2026 habe ich außerdem beim Erhalt des Schulgartens an der Kohlstraße mitgeholfen.